Olaf Otto Becker – Broken Line
Von 2003-2006 legte Becker in einem kleinen Schlauchboot meist allein insgesamt ca. 4000 km an der Westküste Grönlands zurück, um mit einer 8 x10 inch Großformatkamera diesen Küstenabschnitt zu portraitieren. Er erreichte mit seinem kleinen Boot fast den 75. Nördlichen Breitengrad in der Melvillebucht. Wie ein Maler des 19. Jahrhunderts portraitierte er dabei die Landschaft und betont die Stille, die Melancholie und Erhabenheit dieses Vielen noch unbekannten Landes. Ähnlich einem Entdecker sind seine Bilder durchdrungen von der Sehnsucht, mehr zu erfahren über das, was sich hinter dem sichtbaren Äußeren verbirgt. Diese subtile Spannung zieht sich unterschwellig durch die gesamte Serie „Broken Line“.
Oft wartete er Tage auf das richtige Licht für seine Aufnahmen. In der besonderen Zeit der Mittsommernacht, in der es keine Schatten gibt und die Tonalität der Umgebung in ihrer Subtilität am klarsten wiedergegeben wird, entstanden so Bilder unglaublicher und eindrucksvoller Stimmung aus Eis und Licht.