John Goto – Mosaic
Angetrieben durch den Angriff der IDF Truppen auf den Gaza Streifen im Dezember 2008 schuf John Goto die vermeintlich abstrakte Serie der „Mosaics“. Sie ist sein Kommentar zu der damaligen Pressesperre. Dazu nutzt er einen Standardgraphikfilter, den so genannten Mosaikfilter. Dieser fasst in einem Rechteck den Durchschnittswert der in diesem Abschnitt des Bildes enthaltenen Farben zusammen. Um den Zusammenhang zwischen dem Ausgangsmotiv und dem durch den Filter entstandenen abstrakten Bild nicht zu verleugnen, ist jeder Abzug zweiseitig, wobei das abstrakte Mosaik zunächst im Vordergrund steht und das Ausgangsbild erst durch Wenden des Blattes sichtbar wird.
Diese Serie führt Gotos Untersuchung der Beziehung zwischen moderner abstrakter Kunst und politischer Aussage fort, die er bereits in seiner Serie „Terezin“ (1987) begann.