Seit mehr als 15 Jahren arbeitet Ulrich Schmitt an seinem Projekt:  "J. M. Eder* - Photographic Chemistry"

Ausgebildet an der Kunstakademie in München und der Camberwell School of Arts in London stehen bei Ihm die physikalischen und chemischen Prozesse der Fotografie im Vordergrund. Insbesondere sind ihm die Verfahren zu farbigen Umentwicklung von SW-Entwicklungspapieren, die seit Ende des 19. Jhs. erfunden wurden, ein Anlass eines aufwendigen  künstlerischen Forschungsverfahrens. Die verwendeten wertvollen und zum Teil hochgiftigen Metallverbindungen mit Palladium, Gold, Uran, Antimon und Quecksilber erinnern an längst vergessene  alchemistischen Versuche. 

Die Auswahl der Motive beschränkt sich bewusst auf einfache malerische Landschaften, sei es mal ein Stück Wiese, mal eine Felsformation oder eine Baumgruppe, die zusammen mit der besonderen Farbigkeit der Arbeiten oder der Aufteilung der Motive in einzelne Streifen die Anmutung einer abstrakten  Bildkomposition ergeben.

Alle Fotografien sind wegen ihres aufwändigen Herstellungsprozesses Unikate.  

Ulrich Schmitt wurde für seine Werke u.a. mit einem Stipendium des Kunstfonds e.V., einem Projektstipendium der Landeshauptstadt München und einer Förderkoje auf der Art Cologne ausgezeichnet.

 

*Johann Maria Eder, 1885-1944, war wohl der wichtigste Fotochemiker seiner Zeit, der u.a. das Silbergelantine-Verfahren und eine große Anzahl von Tonungsverfahren mitentwickelt hat.